Film-Kritik: ANNA

Seit kurzem ist im iTunes-Store (und vermutlich auch bei anderen digitalen Shops) der Film „Anna“ von Luc Besson erhältlich.

Anna darf, soviel sei vorab gesagt, durchaus als weibliche Version von John Wick durchgehen… so ein klein wenig jedenfalls – ich für mich habe ihn nach den Trailern zumindest immer Johanna Wick genannt. Gut, eh? Haha.

Nun, worum geht es? Die junge Anna lebt in der Sowjetunion Ende der 80er/Anfang der 90er und ist mit ihrem öden, schrecklichen Dasein unzufrieden. So schnappt sie sich ein Laptop und bewirbt sich bei, sowjetischen Militär.
Ihr Wunsch wird quasi erhört und sie landet beim KGB, für den sie ab dann – nach einer relativ kurzen Ausbildung – munter Leute umbringen darf.

Luc Bessons neuer Streifen ist, das muß einfach jeder Filmfan anerkennen, toll geschrieben und inszeniert und unterhält mit hohem Tempo über die gesamten zwei Stunden.

Was mich etwas gestörte hat, waren die historischen Ungenauigkeiten hinsichtlich der technischen Gegebenheiten. Man mag mich bitte korrigieren, wenn ich mich irre, aber 1989 oder sogar davor gab es noch keine Laptops, jedenfalls nicht in der hier dargestellten Art.
Auch gab es Anfang der 90er noch keine so kleinen Festplatten… keine Kopiervorrichtung mittel einfach drauflegen und auch keine USB-Schnittstellen, die kamen erst 1996.

Auch an anderen Stellen geht man diesbezüglich ziemlich schlampig zu Werke, aber… das fällt vielleicht wirklich nur manchen auf und tut dem Film ansich nicht weh. ich fand es nur irgendwie albern, daß man in Interviews (siehe Extras) extra darauf hingewiesen hat, daß man so gerne einen altmodischen Spionagethriller inszenieren wollte, ohne all die technischen Gadgets und Geeks etc., dann aber so salopp zu Werke geht.

Sei es drum. Ich war froh, nach Lucs Pleite mit Valerian (Hand aufs Herz, der war echt nix), endlich wieder einen typischen Besson sehen zu dürfen. Der Mann ist einfach ein Kino-Held, schriebt die Drehbücher, führt Regie, sitzt selbst hinter der Kamera. Der Mann ist Filmleidenschaft pur.
Die Geschichte ist jetzt zwar nichts wirklich Neues, aber sie ist sehr charmant und unaufdringlich erzählt. Die Darsteller sind alle top und man kauft ihnen die Rollen auch wirklich ab – selbst dürren Schönheit Anna… wenn auch mit einem ziemlichen Augenzwinkern.

Es gibt im Gegensatz zum vorhin zitierten John Wick allerdings sehr viel weniger choreographierte Actionszenen, die vorhandenen aber sind sehr gut und aufregend gemacht. Mehr hätte dem Thema auch nicht gutgetan.

Wer Luc Bessons Filme mag (Léon, Taxi, Das Fünfte Element etc.), der kommt auch hier wieder voll auf seine Kosten und wird mit einem äußerst unterhaltsamen, rasanten Film belohnt, der eine schöne ausgefeilte Geschichte erzählt mit dem einen oder anderen Überraschungsmoment.

Ich gebe dem Film 8 von 10 Punkten.

Serienkritik: Krieg der Welten

Da ist er also, der nächste Versuch, das berühmte und geniale Werk von H. G. Wells für das Fernsehen zu adaptieren. Viele Versuche für TV und Kino gab es und es sind alle – ja ALLE – gescheitert.

Aber dieser plumpe Versuch ist schlicht und ergreifend eine Frechheit.
Bei Sky – nur hier läuft dieser Schund (ob das auch im TV läuft, weiß ich nicht, ich schaue schon seit Jahren kein TV mehr) – sind, Stand heute, 2 Folgen verfügbar. Diese habe ich gestern gesehen und dabei wird es auch bleiben.
Die Miniserie europäischer Produktion umfaßt insgesamt 8 Episoden und ich denke, mehr wird (hoffentlich) auch nicht mehr kommen.
Bei imdb rangiert die Serie mit schmeichelhaften 5,9 Punkten im Mittelfeld, ich würde der Serie mit Ach und Krach 4 Punkte geben. Oder doch nur 3? Hmm..

Warum man diese Serie „Krieg der Welten“ tauft, ist mir ein Rätsel, denn mit dem Wells’schen Meisterwerk hat dieser Mist überhaupt nichts zu tun.
Erstens spielt das ganze (wieder einmal) in unserer aktuellen Zeit. Zum zweiten sieht man den Angriff nicht, auch keine Raumschiffe, Tripods, Aliens oder sonstwas. Es gibt sowas wie einen globalen, elektromagnetischen Angriff, dem fast alle zum Opfer fallen. Die Weltbevölkerung kippt um und ist tot. Eigentlich sehr human.
Anschließend kommen noch ein paar Roboterhunde, die den Rest ausmerzen sollen. Diese schnöde Grundlage wird gespickt mit öden Einzelschicksalen, die uninteressanter nicht sein könnten. Die Charaktere sind einem mangels Sympathie alle egal, denn diese sind ausnahmslos blöd und nerven.
Da hilf auch ein Gabriel Byrne als namhaftes Zugpferd nicht mehr weiter.

So. Das war es auch schon. Mehr gibt es tatsächlich nicht zu schreiben. Ein Kommentar bei imdb sagt dazu auch alles weitere:

I’m not sure why, but I watched all 8 episodes, and after each one ended I would say to myself, „wow, this show is truly awful.“ But I kept thinking, maybe next episode they’ll show the aliens or big alien machines. Let me save you some time: that never happens. The only alien things you see are these cyborg robot dog things that look like what the US army developed several years ago. At one point, they imply that there are more intelligent beings somewhere, but it never goes further than that. They show a lot of dead people lying on the ground. I now believe they were bored to death by reading the scripts. there’s a British mini-series of war of the worlds that was produced around the same time, and it’s so much better! They show giant alien machines, and the alien creatures come out and eat people! Now I know why you never hear about any hit French TV shows outside of France.

Dieser User vergab übrigens 2/10 Punkten. Auch das geht völlig in Ordnung.

ARD und ZDF wollen mehr Geld…

Ja, das is allgemein nichts Neues.
Neu hingegen ist, daß man sich in den Bundesländern gegen die Koppelung an die Inflationsrate entscheiden hat.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Rundfunkbeitrag-Reform-gescheitert-18-Euro-X-erwartet-4583690.html

Und der Witz des Tages lautet:

ARD und ZDF meldeten bereits an, dass ohne Beitragserhöhungen Abstriche bei der Qualität der Angebote gemacht werden müssten.

Nein, ernsthaft, es ist eigentlich nicht mehr zum Lachen… WELCHE QUALITÄT SOLL DAS DENN SEIN?! Und wenn ich mir die Propaganda-Maschine Tagesschau ansehe oder den Kleber dieses dumme Schwein, der (meines Wissens) mind 600 T Euro im Jahr abkassiert für den Scheißdreck, den er da dauernd absondert, dann kommt mir sowieso das kalte Kotzen.

Tausende von Sender, sinnlose Sendungen, arschteure Einkäufe, kaum noch Eigenpoduktionen mit echtem Journalismus oder wissenschaftlichem Background, der auch nur eine müde Mark rechtfertigen würden.
Stattdessen blöde Parties, gefakte Talkrunden und Vollidioten-TV, das keinem, aber auch GAR KEINEM Bildungsauftrag mehr nachkommt.

Die Radiosender sind ohnehin schon seit langem ein Totalausfall.

Aber… auch hier wird sich natürlich nichts tun… niemand geht auf die Straße oder direkt in die Büros dieser Halsabschneider, um sie direkt aufs Schafott zu führen.

Weiter so, Ihr Deppen.

Apple TV+ – eine erste Einschätzung

Da ist er also, der mit Spannung erwartete neue Streaming-Dienst von Apple, den eigentlich niemand so wirklich gebraucht hat. Oder etwa doch?

Ich persönlich bin sowohl Kunde bei Netflix, als auch bei Amazon und stelle bei beiden Anbietern einen bedauerlichen Negativtrend fest, und dieser heißt: Masse, statt Klasse.
Amazon füttert und ködert den Kunden ab und zu mit dem einen mehr oder weniger aktuellen Film, läßt diesen aber schnell wieder aus der Datenbank verschwinden. Serien gibt es oft nur zur Hälfte, den Rest soll man bezahlen (Bsp.: Shooter) – die Eigenproduktionen (sog. Originals) und die exklusiven Inhalte sind zT sehr gut, zum Teil aber auch ziemlich mittelmäßig oder werden nach spätestens zwei Staffeln einfach öde, weil sich die Thematik abnutzt. Mir ist das besonders bei BOSCH aufgefallen. Eine sehr gute Serie und ich habe den Staffeln immer entgegengefiebert… aber, man kann das einfach nicht unendlich fortsetzen, ohne daß es einen irgendwann langweilt. Und klar, vieles ist einfach Geschmacksache. Ich finde „The Man in the High Castle“ sehr gelungen, bin aber froh, wenn die Story mal zum Ende findet. American Gods ist mir zu abgedreht und anstrengend… usw.
Am schlimmsten ist aber, daß man bei Amazon für die guten Sachen immer bezahlen muß, sei es, die Filme/Serien zu kaufen, oder einen Extra-Channel zu buchen.

Und Netflix? Nun… hier wurde erst kürzlich bekannt, daß man die Serie „Another Life“ fortsetzen möchte. Diese steht bei imdb bei schmachvollen 4,9 Punkten – und das ist in meinen Augen noch schmeichelhaft.
Abgesehen von einigen Lichtblicken, wie Stranger Things oder dem einen oder anderen Direktkauf, wie zB „Auslöschung“ mit Natalie Portman ist auch hier der Trend erkennbar: die immer gleiche, mittelmäßige Kost…

Sky und maxdome waren Schrott. Ich habe beide getestet. Der erste hat zu wenig zu bieten und ist zu teuer und maxdome ist einfach nix.

Was also nun will oder kann, bzw. sollte Apple TV + besser/anders machen?
Nun, Apple schreibt sich ja von jeher auf die Fahnen, daß sie Freunde der Qualität und nicht der Quantität sind. Dem kann man durchaus zustimmen, auch wenn so einiges in Sachen Qualität seit dem Tode von Steve Jobs nicht mehr so ganz hinhaut.
Um sich von den anderen abzuheben, muß Apple einen kleinen, feinen Katalog mit hochwertigen Inhalten zur Verfügung stellen. Hier ist es wie in einem Restaurant: je größer die Karte, desto schlechter das Essen. Lieber wenig anbieten, dafür aber Exzellenz.
Was man wohl nicht erwarten sollte sind Lizenzinhalte oder Filme und Serien ab 18. Und hier liegt dann auch wieder der Hase im Pfeffer.
Denn was will denn der Kunde? Wenn ich von mir ausgehe, dann will ich keine 27 verschiedenen Streaming-Anbieter abonnieren, um die ganzen Inhalte genießen zu können. Ich möchte 1 oder 2 Anbieter mit einem möglichst breiten Spektrum:
– wenige, aber sehr gute Eigenproduktionen
– einen großen Katalog an lizensierten Filmen und Serien
Leider geht der Trend derzeit in genau die entgegengesetzte Richtung. Disney+ kommt ja auch noch und und und…

Sei es drum.
Gestern also habe ich mit der 1-wöchigen, kostenlosen Testphase begonnen. Nach dieser Woche kostet das ganze dann 5 Euro/Monat – wer ab dem 10. September bei Apple Hardware gekauft hat, bekommt den Service sogar 1 Jahr umsonst.

Gesehen habe ich bis jetzt die ersten drei Folgen von „For All Mankind“ und die ersten drei Folgen von „The Morning Show„.
Warum es hier jeweils nur drei Folgen gibt, weiß ich nicht…, vll ist der Rest noch nicht synchronisiert…? Keine Ahnung.

Die beiden Serien scheinen solide zu sein und endlich mal wieder etwas neues. For All Mankind ist aufwendig produziert und macht sehr viel Laune… bis zu einem gewissen Punkt. Die Idee, daß die Sowjetunion als erste auf dem Mond waren, ist frisch und bietet herrliche Möglichkeiten a la Philip K. Dick. Aber leider fällt die Serie alsbald ins inzwischen scheinbar unvermeidbare Gender-Loch.
Ich kann mir aber noch kein abschließendes Urteil bilden. Aber: Die Idee, Frauen zu Astronauten auszubilden ist eigentlich überflüssig, denn auch das haben die Russen (in der Serie) ebenfalls schon getan (ich verrate hier nichts, was nicht schon im Trailer vorkam) und ich kann daher die Motivation, den Russen das jetzt einfach mal nachzumachen, nicht wirklich nachvollziehen.
Den Serienschöpfern ging es offensichtlich wieder einmal nur darum, Frauen in allen Formen und Farben auf ein ein mannsweibisches Podest zu heben.
Diese ersten drei Folgen haben mich dennoch gut unterhalten, das ganze war bis jetzt noch einigermaßen erträglich – ich hoffe, die Serie driftet nicht noch mehr ab, denn bislang war alles insgesamt, trotz all der Klischees, ganz gut. Allerdings… ich fürchte Schlimmes… aber warten wir es ab.

Der gleiche Blödsinn, nur noch intensiver, passiert auch in der Morning Show. Ich mag Jennifer Aniston grundsätzlich nicht besonders, habe mich aber dennoch auf die Serie eingelassen. Aber auch hier ist es leider wieder so, daß eigentlich jeder Mann entweder ein Weichei, ein Arschloch, schwul oder alles zusammen ist. Thematisiert wird hier vor allem auch diese unsägliche #metoo-Bewegung, die glücklicherweise auch zu einem gehörigen Maße kritisiert wird. Der Spagat gelingt einigermaßen, den von der Presse geschundenen Mann als verletzlichen Schuft darzustellen, der eigentlich nichts Verwerfliches getan hat – bis jetzt. Auf der anderen Seite wird das Weibsvolk unermüdlich als die bessere Spezies zelebriert.
Auch für diese Serie gilt, daß sie handwerklich gut gemacht ist, mir aber mit diesem Feministen-Schwachsinn doch ziemlich auf die Nerven geht. Wobei ich sagen muß, daß der Charakter, den Reese Witherspoon verkörpert bislang noch am sympathischsten ist.
So nervt die Serie einerseits, andererseits schafft sie es doch, wie auch For All Mankind, den Zuschauer bei der Stange zu halten. Mal sehen, wie lange das noch gutgeht.
Reese Witherspoon ist bis zum Ende der dritten Folge eine normal gekleidete Frau mit Grundsätzen und Prinzipien, stark, authentisch und unbequem, aber dennoch irgendwie liebenswert. Das ändert sich schlagartig, und plötzlich sieht sie aus, wie eine Kampflesbe im Männeranzug, der man das Händchen halten muß. Schnarch…

Ich weiß wirklich nicht, warum es heutzutage nicht mehr ohne diesen Scheißdreck geht… sei es drum.
Heute werde ich wohl noch in Snoopy und Dickinson reinschauen. Die beiden Serien scheinen wenigstens komplett verfügbar zu sein.

Die Technik, die verwendet wird, kann sich sehen lassen, denn alle Inhalte kommen in 4K HDR und Dolby Atmos. Nur diese TV-App ist in meinen Augen eine Katastrophe und sowas von unübersichtlich, daß es einen schüttelt.
Ich habe zudem allenthalben Verbindungsprobleme. Hier scheint Apple ggf mit dem ersten Ansturm nicht genug Kapazitäten reserviert zu haben.

Tja. Quo vadis, Apple? Ich weiß es nicht. Wird man abwarten müssen, aber das bisherige Angebot wird mich nicht von Netflix/Amazon weglocken, zumal es bei Apple außer den paar Eigenproduktionen nichts gibt, keine Lizenzware. Dafür muß man dann wieder Channels buchen oder bei iTunes einkaufen. Und Oprah (kotz) Winfrey interessiert mich null.

Weitere Inhalte sind „See“ (eine Welt voller Blinder), „Servant“ (keine Ahnung, habe ich mich noch nicht mit befaßt) und ääh… ja keine Ahnung, schaut am besten mal selbst nach: https://www.youtube.com/channel/UC1Myj674wRVXB9I4c6Hm5zA/videos bzw. hier: https://www.apple.com/de/apple-tv-plus/

Na, mal sehen, wie es damit noch weitergeht.

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Ergänzung: Snoopy im All

Snoopy im All ist definitiv auf Kinder zugeschnitten und damit leider nicht, wie die alten Serien und Filme für Erwachsene und Kinder. Ich habe die Peanuts als Kind und Erwachsener immer verschlungen, und auch der letzte Kinofilm war ganz herausragend.
Snoopy im All hingegen ist mit einer Episodenzahl von 12 a 8 Minuten klar auf eine sehr niedrige Aufmerksamkeitsspanne ausgerichtet und Snoopy als alberner Comic-Relief eben auch genau das: das alberne Männchen. Man hätte die 12 Episoden eigentlich auch zu einem kleinen Film machen können, aber ok.
Für Erwachsene ist die Serie ein wenig zu albern und läßt den ruhigen, gelassenen Charme und den feinen Witz des Originals vermissen, für Kinder hingegen ist die Serie optimal.

Ergänzung 2: Dickinson

Habe ich in der ersten Folge nach 16 von 38 Minuten abgebrochen. Das üppig ausgestattete Historiendrama bedient sich allzusehr einmal mehr der inzwischen zu Tode diskutierten „Arme Frau“-Platitüde. Hiphop begleitet die historische Ausstaffierung, ein Anachronismus, der nicht neu und abermals ziemlich blöd ist. Die Sprache ist nicht tümelnd, eher in der heutigen Gegenwart verhaftet und bereits nach 10 Minuten beginnt die Muschileckerei und fünf Minuten später das erste lesbische Rumgeknutsche etc pp

Drei Serien zum Start, die im Prinzip alle in umherkotzende PC-Kerbe schlagen. Es reicht.

Vielleicht riskiere ich noch einen Blick in „See“, wobei mich der Trailer auch nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.

Die verfügbaren Inhalte des neuen Service muß man sich teilweise echt blöd zusammensuchen…

Apple, da is noch viiiiiel Luft nach oben.

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Ergänzung 3: See

Bin grade bei der ersten Folge dieses dystopischen Dramas. Die Idee, daß im 21. Jahrhundert ein Virus beinahe die gesamte Menschheit ausgelöscht hat ist uwar nicht neu, aber als Ansatz mal ok. Jahrhunderte später (das Virus hat alle Menschen erblinden lassen) leben die noch übrigen wie unsere Vorfahren der Steinzeit. Oder… Bronzezeit oder wasweißich. Sie hausen in den Wäldern und leben in Hütten. Warum sie sich nicht die bestehenden Infrastrukturen und das noch immer vorhandene Wissen zunutze gemacht haben, bleibt ein Rätsel, genauso wie Tatsache, daß etliche der Stammesmitglieder Schmuck tragen… wozu? Die Kämpfer schmieren sich das Gesicht mit Dreck ein… wozu? Damit die Bäume sie nicht erkennen? Die Feinde erklimmen eine Mauer mit einer frisch in rot lackierten Traverse… aha. Der Stammeshäuptling benutzt eine ziemlich neu und industriell hergestellt aussehende Axt… aha. Die Sprache wechselt zwischen Deutsch und Kauderwelsch… wieso? Da rennen schwarze, weiße, eine Quotenasiatin usw. rum… aha, die haben es in mehreren hundert Jahren nicht geschafft, sich zu vermengen? Und das, obwohl alle blind sind? Riechen die des anderen Hautfarbe und sind immer noch rassistisch unterwegs? Wieso haben die alle irgendwie gestylte Frisuren? Wieso sind die alle irendwie hübsch oder geschminkt? Und haben alle saubere Zähne? Und wo wir schon dabei sind: wenn die alle seit Jahrhunderten nix mehr sehen… woher sollen sie dann wissen, was Sehen überhaupt ist?

Tja… das alles sind die Ungereimtheiten der ersten 20 Minuten. Ooojeee… ich bin gespannt, wie es weitergeht,

Minute 43… oder so… es gibt eine Königin, die lebt in einem alten Staudamm… sie hat ne Stereoanlage, die die letzten paar Jahrhunderte überlebt hat… Strom gibt es da… und dann reibt sie sich die Muschi und betet… und hier wird klar: auch diese Serie werde ich mir nicht zuende ansehen,,, was für ein gequirlter Scheiß.

Apple tv+

Nach der Wahl ist vor der Qual: Thüringen 2019

Und ganz frei nach dem ehemaligen Kanzler Adenauer, bekundet der CDU-Spitzenkandidat in Thüringen nach der Wahl: och jo, warum nicht doch mit den Linken koalieren… Hauptsache an der Macht, ne?

And the Oscar goes to…: JOKER

Heute war ein besonderer Tag. Es war der Geburtstag des neuen New Hollywood. Die gemeine, actiongeladene Comicverfilmung wird erwachsen und wagt den ersten Schritt auf neues Terrain.
JOKER“ schickt sich an, den Mainstream umzukrempeln und bricht aus der eigenen DC-Flop-Misere aus. Düstere, schwere Töne beschreiben den Weg eines Arthur Fleck, seines Zeichens Werbeclown auf den Straßen des Gotham Anfang der 80er Jahre. Hier geht es nicht um schrille Farben, laute Szenen und die quietschende kurzfristige Unterhaltung – hier geht es um eine Charakterstudie, eine Charakterentwicklung, die Empathie mit einem Menschen, der Zeitlebens nur Qualen und Ablehnung erlitten hatte und nun ausbricht, um mit Gewalt und Zerstörung sein Heil zu suchen.

Hier kommt der neue Ernst. Kino vom Feinsten, wie wir es seit vielen Jahren nicht mehr erleben durften. Sicher, die vergnüglichen Stunden mit den Marvel-Helden der letzten 10 Jahre will ich keinesfalls missen. Ich liebe sie. Aber ich kann mich keinem neuen Hype in Richtung einer neuen Phase des MCU anschießen. Ich bin tatsächlich ein ganz klein wenig übersättigt.
Auch was DC und Warner in den letzten Jahren abgeliefert hatten, konnte nun wirklich niemanden wirklich begeistern. Und dann kam dieses Meisterwerk daher… still und leise. Ohne große Kampagne. Mit viel Risiko. Und einer gehörigen Portion Mut dazu. Chapeau DC!! Endlich hast Du es geschafft. Einen solchen Film hätte Disney niemals zustande gebracht. Da bin ich mir sicher.

JOKER ist reinste Kino-Magie. Ein Kunstwerk von A bis Z, ausgefeilt und ausgetüftelt bis ins allerletzte kleine Detail und erfüllt von Liebe zum Metier, wie man es seit langem nicht mehr gesehen hat. Joaquin Phoenix liefert eine unfaßbar geniale Vorstellung ab – und bitte verschont mich mit blöden Vergleichen zu Heath Ledger. Die beiden haben diesen Charakter auf unterschiedliche Weise interpretiert. Auch Leto tat dies. Und allesamt haben es gut gemacht. Diese Interpretation vergöttere ich jedoch tatsächlich geradezu.

Es gab lange keinen Film mehr, bei dem ich mir so sicher war, daß er mit Preisen überschüttet werden wird – und wehe, wenn nicht, dann ist irgendwas Seltsames im Gange.
Drehbuch, Regie, Darsteller, Kamera, Musik… das alles kommt in einer Perfektion daher, daß man über die gesamte Zeit ob des virtuosen Zusammenspiels aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ich saß beim Abspann in meinem Kinosessel und dachte permanent nur: Krass. Wahnsinn. Irre. Alter Schwede. Was ein Brett.

So, und nun muß ich mich zügeln, da ich ansonsten vor lauter Erregung anfange, den Film nachzuerzählen.
Dieser Streifen ist für Filmfans ein absolutes Pflichtprogramm.

JOKER, ich liebe Dich.

El Camino: Ein Breaking Bad Film

Von Breaking Bad kann man eigentlich nie genug bekommen, oder? Eben, finde ich auch. Und weil es wohl noch ein wenig dauert, bis die nächste Staffel Better Call Saul aufschlägt, versüßt uns Netflix die Wartezeit mit einem Sequel zur Originalserie.

Erzählt wird, was mit Jesse Pinkman nach den Ereignissen von BrBa passiert. Ich hatte mich im Vorfeld so gut wie nicht informiert und wollte möglichst ohne Vorkenntnisse an den Film rangehen. Meine Erwartungen waren weder hoch, noch niedrig. Da aber die alte Produzentenriege wieder mit von der Partie war, war ich guter Dinge.

Und, was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Nicht ganz. Also… Nun ja, ich hatte angenommen, der Film würde etwas weiter in der Zukunft spielen in einem anderen Setting, der Film spielt aber in der Tat direkt in der Zeit und Umgebung der Serie und bedient sich auch einiger Quasi-Rückblenden. Ich habe ein wenig gebraucht, mich daran zu gewöhnen, daß ich nun doch wieder in Albuquerque bin. Klingt komisch, is aber so. Lag einfach nur an meiner nicht bestätigten Erwartung.

In logischer Konsequenz gibt es dann auch ein Wiedersehen mit vertauten Personen und Plätzen, was letztlich wieder für das geniale BrBa-Feeling sorgt. Auch die Geschichte ist haargenau im Stil der Serie erzählt, sodaß man sich wirklich als Liebhaber problemlos drauf einlassen kann. Der Film funktioniert von Anfang bus Ende und versetzt einen sofort wieder in die alte Stimmung.

Und jetzt, etwa ein bis zwei Stunden danach muß ich gestehen, daß ich das einerseits sehr gut finde, es mich andererseits aber doch auch stört. Breaking Bad war toll, aber zuende. Better Call Saul hat das ganze auf seine eigene, skurrile Art fortgeführt, in meinen Augen sogar besser, als sein Vorläufer, und so hätte ich mich doch mehr über eine neue Story von Jesse ein paar Jahre später gefreut. Das wäre mir persönlich einfach lieber gewesen. Das macht diesen Film aber natürlich nicht schlecht.

El Camino ist toll und absolut sehenswert, aber eben nicht mehr als ein alter Aufguß.

Diese Mail spricht Klartext: Schluß mit dem Gutmenschentum und dem Rumgeheule

Mit der unten aufgeführten eMail spricht mir der User aus der Seele.

Die eMail ging an die Redaktion von Filmstarts.de nachdem diese ihre Kritik zu Rambo V veröffentlicht hatten.

Ich war gestern im Kino und habe mir Rambo“Last Blood“ angeschaut…,seit langem mal wieder ein Film wo es sich lohnt ins Kino zu gehen! Dieser Film war der absolute Hammer deswegen könnt Ihr Euch Eure unqualifizierte Kritik in den Hintern schieben,für diese Schmiererei müsstet Ihr ein Leben lang Kinoverbot kriegen!

Schon mal drüber nachgedacht warum bei den meisten deutschen Produktionen die Kinos leer bleiben? Weil sich kein normaler Mensch bei gutmenschlichen-Gesellschaftsdramen mit halbschwulen Pseudoschauspielern entspannen kann und will,geschweige noch dafür Geld auszugeben!!!

Fazit: Der Film ist geil und Ihr seid ein Haufen neidischer Dummschwätzer!!! Mal weniger grünen Tee trinken,nicht soviel veganen Bio-Müll reinwerfen und statt Yoga ab und zu mal ein bisschen ficken…,dass befreit! In diesem Sinne einen schönen 3.Oktober!

Ganz großes Tennis und an Wahrheit nicht mehr zu überbieten.
Eben genau dieser Gender-Schwul-Lesben-Dreck geht mir so auf die Nerven. Gegen diese Leute hat niemand was, aber es kotzt mich einfach nur noch an, daß man das all überall und bei jeder sich bietender Gelegenheit unter die Nase gerieben bekommt. Und alle Welt springt auf diesen saublöden Dummsabbel-Zug auf. Hauptsache niemanden verärgern oder ja in kein Fettnäpfchen irgendeiner Randgruppe treten.

WEN JUCKT’s??!!

Gerade eben habe ich die auf Kinder zugeschnittene Serie „Raising Dion“ zuende gesehen. Ein solides Werk für Zuschauer ab 6 Jahren über einen kleinen Jungen, der besondere Kräfte hat und deswegen in Gefahr gerät. Die Serie plätschert so vor sich hin und irgendwann müssen dann wieder die obligatorischen Lesben auftauchen… Herrgottnochmal!! Es reicht!!