Sind Computerspiele zu teuer?

Ja, die sind zu teuer. Und nein, sind sie auch wieder nicht.

Das Problem ist, daß die Spieler immer mehr wollen. Mehr Spiele, mehr Details, mehr Power, mehr mehr mehr… und das kostet bei immer leistungsfähigerer Hardware, die, zumindest am PC, nie aufeiandner abgestimmt ist, immer mehr Zeit, Personal, Werbung und Geld.

Deswegen müßten die Spiele eigentlich länger entwickelt werden, bis sie wirklich fertig sind (aber der Druck…), deswegen müßten Spiele eigentlich 120 Euro kosten. Deswegen gibt es Lootboxen, Season Passes, Deluxeblödsinn und und und… irgendwie muß die Kohle ja wieder reinkommen.

Viele verstehen nicht, daß die Entwicklung von Spielen, gerade von großen und komplexen Welten, immense Ressourcen frißt und zig Millionen Euro kostet, ähnlich wie Spielfilme.

Würde man sich hier wieder besinnen… und PCs von der Stange kaufen, wie früher den C64 (gut, damals hat man n Spiel in zwei Tagen programmiert…) oder eben eher Konsolen und nicht immer mehr und mehr mehr fordern, dann sähe die Welt ganz amders aus… man könnte sich wieder Zeit lassen für die Entwicklung, fertige lauffähige Spiele,auf Datenträger liefern und diese auch wieder gpnstiger anbieten, wenn die Ansätze stimmen.

Aber so… wird sich die goerige Sporale immer weiter drehen…

Star Wars: Episode IX

Zunächst einmal: es ist ein Star Wars-Film. Aber derselbe unausgegorene Kram, wie vorher auch schon. Es gibt Licht, es gibt Schatten. Der Streifen ist kein kompletter Reinfall, aber auch weit weg von gut. Einzig opulente Bilder zu zeichnen genügt eben nicht, um einen guten Film zu drehen.

Die lose Truppe (denn mehr ist sie nicht) hampelt im Stakkato von Schauplatz zu Schauplatz und tauscht mal mehr, mal weniger dümmliche Dialoge und Pseudo-Oneliner aus, ehe das gestückelt wirkende Machwerk dem Ende entgegensteuert und eine halbgare Idee nach der nächsten abfeuert.

Die Idee is nix… oder zumindest halbherzig umgesetzt, und das Ende ist einfach nur meh. Ja, es gibt Momente, die fühlen sich mitreißend an und sind schön inszeniert, so soll hier auch nicht der Eindruck entstehen, es handele sich um einen grundsätzlich schlechten Film. Aber für eine Star Wars-Abschluß-Story ist das unwürdig.

Und was wäre der neue Disney-Gender-Müll nicht ohne den inzwischen obligatorischen lesbischen Kuß?

Von alledem abgesehen gibt es zahlreiche Plotholes und immer wieder der zwanghafte Versuch, alte Oneliner abzufeuern und neue zu etablieren (mieses Gefühl, wir schaffen das – blablabla) begleitet von stupidem Humor, einem neuen dämlichen Droiden und irgendwelchen albernen coolen Witzsprüchen.

Man merkt einfach, daß das kein zusammengewachsenes Team ist und daß die Autoren und Regisseure über die letzten Jahre keinen Plan hatten, wo die Reise hingehen soll.

Schade, aber so isses. Für ein modernes einfaches Sci-Fi-Märchen hätte es vielleicht gereicht. Für Star Wars reicht das nicht.

The Witcher – Kritik der Netflix-Serie

Zuerst sei gesagt, daß ich weder die literarische, noch die spielerische Vorlage kenne, ich kann also nur den für mich persönlich geltenden Unterhaltungswert der reinen Show kritisieren. Und hier muß sich diese Serie, da kommt sie nicht dran vorbei, an Game of Thrones messen lassen. Warum? Es sind beides Fantasy-Serien, produziert von Studios mit hohem finanziellen Einsatz.

Und da muß ich leider sagen, stinkt The Witcher gewaltig gegen GoT ab. Ich bin jetzt bei Folge vier und die wirre Erzählweise, die zig Personen und Orte, mit denen man von Anfang an konfrontiert wird, lassen mich immer wieder abschweifen, die Serie pausieren und mich nebenher was anderes machen. Es will sich keine Spannung einstellen, was vermutlich auch der Konzeption des Monster of the Week liegt, welches durch einige irgendwie planlos wirkende rote Fäden aufgelockert werden soll.

Die Settings und Kulissen variieren sehr stark von extrem billig wirkender CGI, über halbherzige Kulissen hin zu manchmal liebevoll gestalteten Orten, sind aber idR einfach nur schwach.

Die schauspielerischen Leistungen sind ziemlich mittelmäßig und reißen einen auch nicht mit.

Die Handlungsstränge sind chaotisch, die Welt blaß und die gezeigte Gewalt bzw Sexualität einfach nur der beklagenswerte Versuch, dem ganzen den nötigen infantilen Pepp zu geben, den der schwache Aufguß braucht, um überhaupt bei irgendwem anzukommen.

Watchmen: Ersteindruck zur HBO-Serie

Hier ist sie nun also, die lange und heiß erwartete neue Serie von HBO (gehört zu Warner), die wieder uns Erwachsene mit Comicstoff füttern will. Watchmen ist ursprünglich ein Comic aus den 80ern, verlegt von Vertigo, dem – wenn man es so ausdrücken will – „ab 18-Ableger“ von DC.

Den Comic habe ich schon ewig auf meiner Wunschliste, seit ich damals die Verfilmung von Zack Snyder gesehen habe, war aber bis jetzt (warum auch immer) nicht in der Lage, mir diesen zu kaufen.

Den Film fand ich sehr ansprechend und so freute ich mich sehr auf die Serie, vormallem, weil HBO nun einmal idR für herausragende Qualität steht (Sopranos, Game of Thrones, The Wire, Chernobyl usw usw usw).

Ich kenne also den Comic nicht, was, sie ich finde, für das nun gewählte Medium TV ganz gut sein dürfte, nimmt es der Serie doch die Last, mit ebendiesem Comic verglichen zu werden, jedenfalls in meinem Fall…

Laut Serienschöpfer Lindelof (u.a. Lost) habe man sich bewußt dagegen entschieden, den Comic abermals neu aufzubereiten, sondern von diesem losgelöst eine neue Geschichte nach den Ereignissen im Comic zu erzählen. Eine gute Idee, geht man doch so auch bei allen anderen Zuschauern (Fans) der Gefahr des Vergleiches aus dem Weg. Allerdings juckt das den gemeinen Comic-Nerd wohl herzlich wenig, und so wurde nach der ersten Episode im Netz schon fleißig gemault. Sei es drum.

Ich habe mir die ersten beiden Folgen auf Sky angesehen und möchte mal kurz meine ersten Eindrücke schildern. Momentan gibt es übrigens wieder den ersten Monat bei Sky Ticket für 5 Öcken. Hab das Ding trotzdem wieder abbestellt und werde mir die restlichen Folgen bei iTunes kaufen. Sky bietet mir da einfach keinen vernünftigen Gegenwert für dann weitere 10 Euro ab dem 2. Monat, aber das ist ein anderes Thema.

Watchmen finde ich verwirrend erzählt. Es tummeln sich schon in der ersten Episode ziemlich viele Personen und Handlungsstränge, die es einem schwer machen, dem ganzen zu folgen. Dennoch hat mich die erste Folge gut unterhalten und ich war gespannt auf Nr. 2. Leider hatte ich nach einer Woche den ganzen wirren Handlungskomplex schon wieder vergessen und tappte virtuell ziemlich blöd durch Folge zwei. Ich nenne das auch gerne Film- und Fernsehamnesie, man ist durch die Angebotsvielfalt einfach völlig übersättigt.

Nun denn. Also… die Handlung setzt irgendwann um die 30 Jahren nach den Ereignissen im Comic an. Dr. Manhattan lebt auf dem Mars, was mit dem Rest der Watchmen geschehen ist, weiß man noch nicht so wirklich.

Die Cops müssen sich maskieren und dürfen sich zu ihrem Beruf öffentlich nicht bekennen, da sie immer unter besonderen Gefahren leiden. Eine irgendwie rassistisch anmutende terrormäßige Randgruppe, die sich maskiert wie Rorschach, macht Jagd auf sie. Warum… ääh, entweder hab ich das vergessen, oder es wurde noch nicht enthüllt. Daneben geht es um die Protagonistin, um irgendwelche Rassenverbrechen in den 20ern… und ääh… ja genau… ich… kann mich einfach jetzt schon nicht mehr an all das konfuse Zeug erinnern.

Optisch macht die Serie einiges her, und die schaupielerischen Leistungen sind alle top. Aber ich werde das Gefühl nicht los, daß es einerseits mehr Sinn ergibt, sich die Serie erst dann anzusehen, wenn alle Folgen verfügbar sind und daß es auch dann noch ziemlich anstrengend sein wird, dem ganzen zu folgen. Um ehrlich zu sein, weiß ich selbst noch nicht so recht, was ich von dieser Serie bislang halten soll. Sie ist hübsch, erwachsen, düster, aber auch total konfus, verwirrend und bis jetzt doch ziemlich langatmig.

Ich bin dennoch gespannt, wie es weitergeht. Harren wir also der Dinge, die da kommen.

Film-Kritik: ANNA

Seit kurzem ist im iTunes-Store (und vermutlich auch bei anderen digitalen Shops) der Film „Anna“ von Luc Besson erhältlich.

Anna darf, soviel sei vorab gesagt, durchaus als weibliche Version von John Wick durchgehen… so ein klein wenig jedenfalls – ich für mich habe ihn nach den Trailern zumindest immer Johanna Wick genannt. Gut, eh? Haha.

Nun, worum geht es? Die junge Anna lebt in der Sowjetunion Ende der 80er/Anfang der 90er und ist mit ihrem öden, schrecklichen Dasein unzufrieden. So schnappt sie sich ein Laptop und bewirbt sich bei, sowjetischen Militär.
Ihr Wunsch wird quasi erhört und sie landet beim KGB, für den sie ab dann – nach einer relativ kurzen Ausbildung – munter Leute umbringen darf.

Luc Bessons neuer Streifen ist, das muß einfach jeder Filmfan anerkennen, toll geschrieben und inszeniert und unterhält mit hohem Tempo über die gesamten zwei Stunden.

Was mich etwas gestörte hat, waren die historischen Ungenauigkeiten hinsichtlich der technischen Gegebenheiten. Man mag mich bitte korrigieren, wenn ich mich irre, aber 1989 oder sogar davor gab es noch keine Laptops, jedenfalls nicht in der hier dargestellten Art.
Auch gab es Anfang der 90er noch keine so kleinen Festplatten… keine Kopiervorrichtung mittel einfach drauflegen und auch keine USB-Schnittstellen, die kamen erst 1996.

Auch an anderen Stellen geht man diesbezüglich ziemlich schlampig zu Werke, aber… das fällt vielleicht wirklich nur manchen auf und tut dem Film ansich nicht weh. ich fand es nur irgendwie albern, daß man in Interviews (siehe Extras) extra darauf hingewiesen hat, daß man so gerne einen altmodischen Spionagethriller inszenieren wollte, ohne all die technischen Gadgets und Geeks etc., dann aber so salopp zu Werke geht.

Sei es drum. Ich war froh, nach Lucs Pleite mit Valerian (Hand aufs Herz, der war echt nix), endlich wieder einen typischen Besson sehen zu dürfen. Der Mann ist einfach ein Kino-Held, schriebt die Drehbücher, führt Regie, sitzt selbst hinter der Kamera. Der Mann ist Filmleidenschaft pur.
Die Geschichte ist jetzt zwar nichts wirklich Neues, aber sie ist sehr charmant und unaufdringlich erzählt. Die Darsteller sind alle top und man kauft ihnen die Rollen auch wirklich ab – selbst dürren Schönheit Anna… wenn auch mit einem ziemlichen Augenzwinkern.

Es gibt im Gegensatz zum vorhin zitierten John Wick allerdings sehr viel weniger choreographierte Actionszenen, die vorhandenen aber sind sehr gut und aufregend gemacht. Mehr hätte dem Thema auch nicht gutgetan.

Wer Luc Bessons Filme mag (Léon, Taxi, Das Fünfte Element etc.), der kommt auch hier wieder voll auf seine Kosten und wird mit einem äußerst unterhaltsamen, rasanten Film belohnt, der eine schöne ausgefeilte Geschichte erzählt mit dem einen oder anderen Überraschungsmoment.

Ich gebe dem Film 8 von 10 Punkten.

Serienkritik: Krieg der Welten

Da ist er also, der nächste Versuch, das berühmte und geniale Werk von H. G. Wells für das Fernsehen zu adaptieren. Viele Versuche für TV und Kino gab es und es sind alle – ja ALLE – gescheitert.

Aber dieser plumpe Versuch ist schlicht und ergreifend eine Frechheit.
Bei Sky – nur hier läuft dieser Schund (ob das auch im TV läuft, weiß ich nicht, ich schaue schon seit Jahren kein TV mehr) – sind, Stand heute, 2 Folgen verfügbar. Diese habe ich gestern gesehen und dabei wird es auch bleiben.
Die Miniserie europäischer Produktion umfaßt insgesamt 8 Episoden und ich denke, mehr wird (hoffentlich) auch nicht mehr kommen.
Bei imdb rangiert die Serie mit schmeichelhaften 5,9 Punkten im Mittelfeld, ich würde der Serie mit Ach und Krach 4 Punkte geben. Oder doch nur 3? Hmm..

Warum man diese Serie „Krieg der Welten“ tauft, ist mir ein Rätsel, denn mit dem Wells’schen Meisterwerk hat dieser Mist überhaupt nichts zu tun.
Erstens spielt das ganze (wieder einmal) in unserer aktuellen Zeit. Zum zweiten sieht man den Angriff nicht, auch keine Raumschiffe, Tripods, Aliens oder sonstwas. Es gibt sowas wie einen globalen, elektromagnetischen Angriff, dem fast alle zum Opfer fallen. Die Weltbevölkerung kippt um und ist tot. Eigentlich sehr human.
Anschließend kommen noch ein paar Roboterhunde, die den Rest ausmerzen sollen. Diese schnöde Grundlage wird gespickt mit öden Einzelschicksalen, die uninteressanter nicht sein könnten. Die Charaktere sind einem mangels Sympathie alle egal, denn diese sind ausnahmslos blöd und nerven.
Da hilf auch ein Gabriel Byrne als namhaftes Zugpferd nicht mehr weiter.

So. Das war es auch schon. Mehr gibt es tatsächlich nicht zu schreiben. Ein Kommentar bei imdb sagt dazu auch alles weitere:

I’m not sure why, but I watched all 8 episodes, and after each one ended I would say to myself, „wow, this show is truly awful.“ But I kept thinking, maybe next episode they’ll show the aliens or big alien machines. Let me save you some time: that never happens. The only alien things you see are these cyborg robot dog things that look like what the US army developed several years ago. At one point, they imply that there are more intelligent beings somewhere, but it never goes further than that. They show a lot of dead people lying on the ground. I now believe they were bored to death by reading the scripts. there’s a British mini-series of war of the worlds that was produced around the same time, and it’s so much better! They show giant alien machines, and the alien creatures come out and eat people! Now I know why you never hear about any hit French TV shows outside of France.

Dieser User vergab übrigens 2/10 Punkten. Auch das geht völlig in Ordnung.

ARD und ZDF wollen mehr Geld…

Ja, das is allgemein nichts Neues.
Neu hingegen ist, daß man sich in den Bundesländern gegen die Koppelung an die Inflationsrate entscheiden hat.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Rundfunkbeitrag-Reform-gescheitert-18-Euro-X-erwartet-4583690.html

Und der Witz des Tages lautet:

ARD und ZDF meldeten bereits an, dass ohne Beitragserhöhungen Abstriche bei der Qualität der Angebote gemacht werden müssten.

Nein, ernsthaft, es ist eigentlich nicht mehr zum Lachen… WELCHE QUALITÄT SOLL DAS DENN SEIN?! Und wenn ich mir die Propaganda-Maschine Tagesschau ansehe oder den Kleber dieses dumme Schwein, der (meines Wissens) mind 600 T Euro im Jahr abkassiert für den Scheißdreck, den er da dauernd absondert, dann kommt mir sowieso das kalte Kotzen.

Tausende von Sender, sinnlose Sendungen, arschteure Einkäufe, kaum noch Eigenpoduktionen mit echtem Journalismus oder wissenschaftlichem Background, der auch nur eine müde Mark rechtfertigen würden.
Stattdessen blöde Parties, gefakte Talkrunden und Vollidioten-TV, das keinem, aber auch GAR KEINEM Bildungsauftrag mehr nachkommt.

Die Radiosender sind ohnehin schon seit langem ein Totalausfall.

Aber… auch hier wird sich natürlich nichts tun… niemand geht auf die Straße oder direkt in die Büros dieser Halsabschneider, um sie direkt aufs Schafott zu führen.

Weiter so, Ihr Deppen.

Apple TV+ – eine erste Einschätzung

Da ist er also, der mit Spannung erwartete neue Streaming-Dienst von Apple, den eigentlich niemand so wirklich gebraucht hat. Oder etwa doch?

Ich persönlich bin sowohl Kunde bei Netflix, als auch bei Amazon und stelle bei beiden Anbietern einen bedauerlichen Negativtrend fest, und dieser heißt: Masse, statt Klasse.
Amazon füttert und ködert den Kunden ab und zu mit dem einen mehr oder weniger aktuellen Film, läßt diesen aber schnell wieder aus der Datenbank verschwinden. Serien gibt es oft nur zur Hälfte, den Rest soll man bezahlen (Bsp.: Shooter) – die Eigenproduktionen (sog. Originals) und die exklusiven Inhalte sind zT sehr gut, zum Teil aber auch ziemlich mittelmäßig oder werden nach spätestens zwei Staffeln einfach öde, weil sich die Thematik abnutzt. Mir ist das besonders bei BOSCH aufgefallen. Eine sehr gute Serie und ich habe den Staffeln immer entgegengefiebert… aber, man kann das einfach nicht unendlich fortsetzen, ohne daß es einen irgendwann langweilt. Und klar, vieles ist einfach Geschmacksache. Ich finde „The Man in the High Castle“ sehr gelungen, bin aber froh, wenn die Story mal zum Ende findet. American Gods ist mir zu abgedreht und anstrengend… usw.
Am schlimmsten ist aber, daß man bei Amazon für die guten Sachen immer bezahlen muß, sei es, die Filme/Serien zu kaufen, oder einen Extra-Channel zu buchen.

Und Netflix? Nun… hier wurde erst kürzlich bekannt, daß man die Serie „Another Life“ fortsetzen möchte. Diese steht bei imdb bei schmachvollen 4,9 Punkten – und das ist in meinen Augen noch schmeichelhaft.
Abgesehen von einigen Lichtblicken, wie Stranger Things oder dem einen oder anderen Direktkauf, wie zB „Auslöschung“ mit Natalie Portman ist auch hier der Trend erkennbar: die immer gleiche, mittelmäßige Kost…

Sky und maxdome waren Schrott. Ich habe beide getestet. Der erste hat zu wenig zu bieten und ist zu teuer und maxdome ist einfach nix.

Was also nun will oder kann, bzw. sollte Apple TV + besser/anders machen?
Nun, Apple schreibt sich ja von jeher auf die Fahnen, daß sie Freunde der Qualität und nicht der Quantität sind. Dem kann man durchaus zustimmen, auch wenn so einiges in Sachen Qualität seit dem Tode von Steve Jobs nicht mehr so ganz hinhaut.
Um sich von den anderen abzuheben, muß Apple einen kleinen, feinen Katalog mit hochwertigen Inhalten zur Verfügung stellen. Hier ist es wie in einem Restaurant: je größer die Karte, desto schlechter das Essen. Lieber wenig anbieten, dafür aber Exzellenz.
Was man wohl nicht erwarten sollte sind Lizenzinhalte oder Filme und Serien ab 18. Und hier liegt dann auch wieder der Hase im Pfeffer.
Denn was will denn der Kunde? Wenn ich von mir ausgehe, dann will ich keine 27 verschiedenen Streaming-Anbieter abonnieren, um die ganzen Inhalte genießen zu können. Ich möchte 1 oder 2 Anbieter mit einem möglichst breiten Spektrum:
– wenige, aber sehr gute Eigenproduktionen
– einen großen Katalog an lizensierten Filmen und Serien
Leider geht der Trend derzeit in genau die entgegengesetzte Richtung. Disney+ kommt ja auch noch und und und…

Sei es drum.
Gestern also habe ich mit der 1-wöchigen, kostenlosen Testphase begonnen. Nach dieser Woche kostet das ganze dann 5 Euro/Monat – wer ab dem 10. September bei Apple Hardware gekauft hat, bekommt den Service sogar 1 Jahr umsonst.

Gesehen habe ich bis jetzt die ersten drei Folgen von „For All Mankind“ und die ersten drei Folgen von „The Morning Show„.
Warum es hier jeweils nur drei Folgen gibt, weiß ich nicht…, vll ist der Rest noch nicht synchronisiert…? Keine Ahnung.

Die beiden Serien scheinen solide zu sein und endlich mal wieder etwas neues. For All Mankind ist aufwendig produziert und macht sehr viel Laune… bis zu einem gewissen Punkt. Die Idee, daß die Sowjetunion als erste auf dem Mond waren, ist frisch und bietet herrliche Möglichkeiten a la Philip K. Dick. Aber leider fällt die Serie alsbald ins inzwischen scheinbar unvermeidbare Gender-Loch.
Ich kann mir aber noch kein abschließendes Urteil bilden. Aber: Die Idee, Frauen zu Astronauten auszubilden ist eigentlich überflüssig, denn auch das haben die Russen (in der Serie) ebenfalls schon getan (ich verrate hier nichts, was nicht schon im Trailer vorkam) und ich kann daher die Motivation, den Russen das jetzt einfach mal nachzumachen, nicht wirklich nachvollziehen.
Den Serienschöpfern ging es offensichtlich wieder einmal nur darum, Frauen in allen Formen und Farben auf ein ein mannsweibisches Podest zu heben.
Diese ersten drei Folgen haben mich dennoch gut unterhalten, das ganze war bis jetzt noch einigermaßen erträglich – ich hoffe, die Serie driftet nicht noch mehr ab, denn bislang war alles insgesamt, trotz all der Klischees, ganz gut. Allerdings… ich fürchte Schlimmes… aber warten wir es ab.

Der gleiche Blödsinn, nur noch intensiver, passiert auch in der Morning Show. Ich mag Jennifer Aniston grundsätzlich nicht besonders, habe mich aber dennoch auf die Serie eingelassen. Aber auch hier ist es leider wieder so, daß eigentlich jeder Mann entweder ein Weichei, ein Arschloch, schwul oder alles zusammen ist. Thematisiert wird hier vor allem auch diese unsägliche #metoo-Bewegung, die glücklicherweise auch zu einem gehörigen Maße kritisiert wird. Der Spagat gelingt einigermaßen, den von der Presse geschundenen Mann als verletzlichen Schuft darzustellen, der eigentlich nichts Verwerfliches getan hat – bis jetzt. Auf der anderen Seite wird das Weibsvolk unermüdlich als die bessere Spezies zelebriert.
Auch für diese Serie gilt, daß sie handwerklich gut gemacht ist, mir aber mit diesem Feministen-Schwachsinn doch ziemlich auf die Nerven geht. Wobei ich sagen muß, daß der Charakter, den Reese Witherspoon verkörpert bislang noch am sympathischsten ist.
So nervt die Serie einerseits, andererseits schafft sie es doch, wie auch For All Mankind, den Zuschauer bei der Stange zu halten. Mal sehen, wie lange das noch gutgeht.
Reese Witherspoon ist bis zum Ende der dritten Folge eine normal gekleidete Frau mit Grundsätzen und Prinzipien, stark, authentisch und unbequem, aber dennoch irgendwie liebenswert. Das ändert sich schlagartig, und plötzlich sieht sie aus, wie eine Kampflesbe im Männeranzug, der man das Händchen halten muß. Schnarch…

Ich weiß wirklich nicht, warum es heutzutage nicht mehr ohne diesen Scheißdreck geht… sei es drum.
Heute werde ich wohl noch in Snoopy und Dickinson reinschauen. Die beiden Serien scheinen wenigstens komplett verfügbar zu sein.

Die Technik, die verwendet wird, kann sich sehen lassen, denn alle Inhalte kommen in 4K HDR und Dolby Atmos. Nur diese TV-App ist in meinen Augen eine Katastrophe und sowas von unübersichtlich, daß es einen schüttelt.
Ich habe zudem allenthalben Verbindungsprobleme. Hier scheint Apple ggf mit dem ersten Ansturm nicht genug Kapazitäten reserviert zu haben.

Tja. Quo vadis, Apple? Ich weiß es nicht. Wird man abwarten müssen, aber das bisherige Angebot wird mich nicht von Netflix/Amazon weglocken, zumal es bei Apple außer den paar Eigenproduktionen nichts gibt, keine Lizenzware. Dafür muß man dann wieder Channels buchen oder bei iTunes einkaufen. Und Oprah (kotz) Winfrey interessiert mich null.

Weitere Inhalte sind „See“ (eine Welt voller Blinder), „Servant“ (keine Ahnung, habe ich mich noch nicht mit befaßt) und ääh… ja keine Ahnung, schaut am besten mal selbst nach: https://www.youtube.com/channel/UC1Myj674wRVXB9I4c6Hm5zA/videos bzw. hier: https://www.apple.com/de/apple-tv-plus/

Na, mal sehen, wie es damit noch weitergeht.

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Ergänzung: Snoopy im All

Snoopy im All ist definitiv auf Kinder zugeschnitten und damit leider nicht, wie die alten Serien und Filme für Erwachsene und Kinder. Ich habe die Peanuts als Kind und Erwachsener immer verschlungen, und auch der letzte Kinofilm war ganz herausragend.
Snoopy im All hingegen ist mit einer Episodenzahl von 12 a 8 Minuten klar auf eine sehr niedrige Aufmerksamkeitsspanne ausgerichtet und Snoopy als alberner Comic-Relief eben auch genau das: das alberne Männchen. Man hätte die 12 Episoden eigentlich auch zu einem kleinen Film machen können, aber ok.
Für Erwachsene ist die Serie ein wenig zu albern und läßt den ruhigen, gelassenen Charme und den feinen Witz des Originals vermissen, für Kinder hingegen ist die Serie optimal.

Ergänzung 2: Dickinson

Habe ich in der ersten Folge nach 16 von 38 Minuten abgebrochen. Das üppig ausgestattete Historiendrama bedient sich allzusehr einmal mehr der inzwischen zu Tode diskutierten „Arme Frau“-Platitüde. Hiphop begleitet die historische Ausstaffierung, ein Anachronismus, der nicht neu und abermals ziemlich blöd ist. Die Sprache ist nicht tümelnd, eher in der heutigen Gegenwart verhaftet und bereits nach 10 Minuten beginnt die Muschileckerei und fünf Minuten später das erste lesbische Rumgeknutsche etc pp

Drei Serien zum Start, die im Prinzip alle in umherkotzende PC-Kerbe schlagen. Es reicht.

Vielleicht riskiere ich noch einen Blick in „See“, wobei mich der Trailer auch nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.

Die verfügbaren Inhalte des neuen Service muß man sich teilweise echt blöd zusammensuchen…

Apple, da is noch viiiiiel Luft nach oben.

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Ergänzung 3: See

Bin grade bei der ersten Folge dieses dystopischen Dramas. Die Idee, daß im 21. Jahrhundert ein Virus beinahe die gesamte Menschheit ausgelöscht hat ist uwar nicht neu, aber als Ansatz mal ok. Jahrhunderte später (das Virus hat alle Menschen erblinden lassen) leben die noch übrigen wie unsere Vorfahren der Steinzeit. Oder… Bronzezeit oder wasweißich. Sie hausen in den Wäldern und leben in Hütten. Warum sie sich nicht die bestehenden Infrastrukturen und das noch immer vorhandene Wissen zunutze gemacht haben, bleibt ein Rätsel, genauso wie Tatsache, daß etliche der Stammesmitglieder Schmuck tragen… wozu? Die Kämpfer schmieren sich das Gesicht mit Dreck ein… wozu? Damit die Bäume sie nicht erkennen? Die Feinde erklimmen eine Mauer mit einer frisch in rot lackierten Traverse… aha. Der Stammeshäuptling benutzt eine ziemlich neu und industriell hergestellt aussehende Axt… aha. Die Sprache wechselt zwischen Deutsch und Kauderwelsch… wieso? Da rennen schwarze, weiße, eine Quotenasiatin usw. rum… aha, die haben es in mehreren hundert Jahren nicht geschafft, sich zu vermengen? Und das, obwohl alle blind sind? Riechen die des anderen Hautfarbe und sind immer noch rassistisch unterwegs? Wieso haben die alle irgendwie gestylte Frisuren? Wieso sind die alle irendwie hübsch oder geschminkt? Und haben alle saubere Zähne? Und wo wir schon dabei sind: wenn die alle seit Jahrhunderten nix mehr sehen… woher sollen sie dann wissen, was Sehen überhaupt ist?

Tja… das alles sind die Ungereimtheiten der ersten 20 Minuten. Ooojeee… ich bin gespannt, wie es weitergeht,

Minute 43… oder so… es gibt eine Königin, die lebt in einem alten Staudamm… sie hat ne Stereoanlage, die die letzten paar Jahrhunderte überlebt hat… Strom gibt es da… und dann reibt sie sich die Muschi und betet… und hier wird klar: auch diese Serie werde ich mir nicht zuende ansehen,,, was für ein gequirlter Scheiß.

Apple tv+

Nach der Wahl ist vor der Qual: Thüringen 2019

Und ganz frei nach dem ehemaligen Kanzler Adenauer, bekundet der CDU-Spitzenkandidat in Thüringen nach der Wahl: och jo, warum nicht doch mit den Linken koalieren… Hauptsache an der Macht, ne?